Metti und Co haben Besuch von einigen spanischen Familienmitgliedern bekommen, seit dem ist hier in der Wurstologie ganz schön was los…
Familie Chorizo hat ganz schön Paprika im Charakter und da wird es schon manchmal recht lebhaft.
Die Mini-Chorizos machen mit Gina und Metti den ganzen Tag Rabatz, zuerst spielten sie stundenlang Stierkampf, dann lernte Gina etwas, was nur sie als Flamenco bezeichnet und nun singen sie, eher gegeneinander als miteinander… spanische Liebeslieder, behaupten sie. *seufz*
Emil Cervelatwurst sitzt in der Ecke und jammert, er könne kein “Aiaiaiahh – Olé!!” mehr hören und Mina hat einen neuen Verehrer, Señor Chorizo.![]()
Der möchte ihr gerne den geliebten Senf ausreden und versucht sie lieber zu einem Wochenende in der Räucherkammer und einem Löffelchen Piementón einzuladen. Na, ob das was wird? Mina ist ja so stolz auf ihren Wiener Teint…
Die Chorizos sind eine recht große Familie, es gibt kleine und große, scharfe und milde sowie weiche und härtere Mitglieder. Einige sind schon fast eingebürgert in der deutschen Wurstlandschaft und andere kommen nur selten zu Besuch. Jedenfalls beschließen jedes Jahr mehr Chorizos die Reise in deutsche Mägen.
Alle haben etwa ein Drittel Speck in ihrer Genetik und ansonsten gutes Schweinefleisch und natürlich Paprika, viel Paprika, meist von der Sorte Pimentón de la Vera, die beim Trockenen noch geräuchert wird und so besonders kräftig schmeckt.
Einige der Familienmitglieder lieben einen Aufenthalt in der Räucherkammer, andere sind lieber lange am Reifen in der Luft und wieder andere lieben beides.
Die Chorizo riojano zeigt stolz ihre Herkunftsbezeichnung D.C. vor und hat das Fleisch weißer Schweine in der Genetik und die Chorizo ibérico ist stolz auf das Fleisch der berühmten schwarzen iberischen Schweine in ihren Genen.
Die portugiesische Cousine Chouriço hat Rotwein, Knoblauch und andere Gewürze in ihrem Bäuchlein und ist mit ihren grobgeschnitten Schweinebauchfleisch-Genen eher zurückhaltend, sie ist nicht so verbreitet wie ihre spanischen Familienmitglieder, aber bekannter als viele ihrer exotischen Verwandten aus Mexiko, den Philippinen, Goa oder der Karibik. Jede dieser Nichten und Enkel der Chorizo sind stolz auf ihre Aromen, die sich ganz schön unterscheiden, je nach Herkunft können sie höllisch scharf, eher süß oder exotisch-würzig sein.
Diese wurstologische Abhandlung widme ich eine ganz besonderen Freundin, die mich dazu inspirierte.Quelle: u.a. Wikipedia


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