Die Kabanossi bedankte sich noch einmal und den ganzen Weg zum Schloss freute sich die zähe Königinwurst auf die nächste Frage an den Spiegel. So wie sie den gesunden Appetit von Schneewürstchen kannte, würde gleich der ganze Senf verschwunden sein.
Nachdem Schneewürstchen das Haus fein aufgeräumt hatte, setzte sie sich mit dem Senf hin und probierte.
“Pfuibääh!!!” spuckte sie.
“Der ist ja geräuchert!! Bääh. Na, wenn’s der Alten schmeckt, muss es mir noch lang nicht schmecken.” Sie warf den Senf aus dem Fenster in die Abfallgrube.
Kurz danach bekam sie Bauchschmerzen und wurde ganz grün. Als die Cocktails abends nach Hause kamen, sahen sie sie auf dem Fladenbrot liegen und leise ächzen.
“Schneewürstchen, was ist denn mit dir? Du siehst ja ganz krank aus!”
“Ich habe heute einer alten Kabanossi geholfen und sie gab mir einen Senf zum Dank, den ich aber nicht vertrage! Buärks.” grunzte sie leise.
Zipfel, Zapfel und die anderen Cocktails waren ratlos und Schneewürstchen wurde immer grüner.
Da hatte Züpfel eine Idee: “Versuchen wir es doch einmal mit einem bisschen pulverisiertem Stein aus dem fernen Al Kasel-Zerr, das wir letztens gegen unseren Meerrettich eintauschten.”
So nahmen sie etwas von diesem Steinpulver, taten es in Wasser und gaben es Schneewürstchen zu trinken, doch sie wollte nicht: “Mir ist schon schlecht genug.”
Aber weil die Cocktails sie so lieb baten, nahm sie doch einen kleinen Schluck.
Danach produzierte sie ein paar recht markante Geräusche, die ganz und gar nicht zu so einer lieblichen Prinzessinenwurst passten und es ging ihr wieder gut. Alle sieben Cocktails freuten sich sehr.
Mittlerweile war die böse Königinwurst im Schloss angekommen und stürzte gleich zum Spiegel:
Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die schönste Wurst im Land?”
“Na du murkelige Kabanossi ja nun wirklich nicht, auch wenn du ja schon etwas hübscher als diese zähe Königinwurst bist. Die schönste ist und bleibt für mich das bezaubernde Schneewürstchen, die bei den sieben Cocktails wohnt, gleich um die Ecke hinter den Kartoffelsalatbergen.”
Die böse Hexenwurst wurde fürchterlich ranzig und erstarrte. Sie stierte für einen Moment auf den Spiegel, als ob sie ihn in Atome zerlegen wollte.
Schon war sie wieder an ihrer Zauberkiste und nahm sich eine andere Zauberpelle, die sie wie eine Salami aussehen ließ. Sie überlegte, womit sie Schneewürstchen endgültig erledigen könnte.
“Haha! Ich hab ja meine internationalen Höllentinkturen! Haha!” lachte sie. Dann nahm sie ein Brötchen und tat Was-Abi hinein , das war eine grüne Paste von einer ihr näher bekannten Samuraiwurst. Mit dieser Paste präparierten die berüchtigten Samuraiwürste ihre tödlichen Waffen. Damit könnte sie bestimmt Schneewürstchen vergiften.
Als verhutzelte Salami verkleidet machte sie sich mit dem präparierten Brötchen auf den Weg.
Als sie kurz vor dem Haus war, fing sie an, zu rufen:
“Sonderangebot!! Nur noch wenige Teile übrig! Hohe Preisnachlässe!”
Schneewürstchen hörte die verkleidete Hexenwurst, sah diesmal noch vorsichtiger aus dem Fenster:
“Wer bist du denn… und was gibts denn?”
“Hier mein liebes holdes Würstchen, ich habe noch ein Brötchen übrig, das will ich dir zum Sonderpreis geben. Es ist so schön und es wär doch schade, wenn es labbrig werden würde.”
“Ich habe aber gar kein Geld…” sagte sie ausweichend.
“Nein? Hmmm… *grübel* dann… schenke ich es dir! Es würde so schön zu deiner zarten weißen Pelle passen.”
“Danke, allerdings brauche ich gar keines… wir haben so ein schönes neues Fladenbrot für uns alle.”
“Grrr…” *räusper* “Mein liebes Würstchen, du willst kein Geschenk von mir? bin ich denn soo ein schlechtes Würstchen, dass du mir nicht traust?” *flöt*
“Das nicht, liebe Salami, es ist schon sehr nett von dir, mir das Brötchen schenken zu wollen.. Ich bin aber nun mal vorsichtig. Erst letztens hat mir eine komische alte Kabanossi einen faueln Sanf gegeben. Den ganzen Nachmittag hatte ich Bauchweh und die Cocktails mussten mir helfen. Vielleicht bin ich ja gegen dein Brötchen allergisch.”
“Nein, ganz bestimmt, nicht. Versuchs doch einfach!” Die verkleidete Königinwurst patschte ihr das Brötchen ans Kinn, so dass die grüne Paste ganz nah an Schneewürstchens zarte Pelle kam.
“Na, gut, danke dir. Ich wollte sowieso grade Mittagsschlaf halten.” Schneewürstchen nahm das Brötchen und ging damit ihr Mittagsschläfchen machen.
Eine halbe Stunde später wachte sie auf, weil ihre Pelle wie Feuer juckte. Sie erschrak, als sie merkte, dass eine grüne Paste aus dem Brötchen kam. Sie kratzte sich und versuchte, das grüne Zeug abzuwaschen. Als sie in den Spiegel sah, bemerkte sie, dass sie fast überall rot wie eine Blutwurst war. Sie erschrak sehr. 
Sie erschrak fürchterlich, als sie sah, wie rot sie war…
Als die sieben Cocktails an diesem Abend nach Hause kamen, hatten sie gleich große Sorge um das inzwischen vollständig rote arme Schneewürstchen.
“Du musst aber auch vorsichtiger sein. Niemand schenkt jemandem etwas, ohne etwas bekommen zu wollen.”
“Na, die alte Salami wollte nicht das Brötchen nach Hause schleppen, sie wollte mir auch eine Freude machen. *jammer* Das brennt so doll…”
Fortsetzung folgt….


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Ich kringel mich bis die Fettäuglein Lachtränchen produzieren *g*
Nicht vergessen: für happy Wurstenden bin ich immer zu haben :-)
Komplimentale Grüsse!
Danke, liebe Gabriela! Happy Wurstenden gibt bei mir, aber (wie bei mir üblich) immer etwas anders, als gedacht