Artikel für ‘die Würste’
Es gibt mal wieder würsterliche Neuigkeiten in eigenen Zipfeln sozusagen.
Es ist ja hier seit einiger zeit stiller geworden. Metti, Gina und die beiden anderen Würstel der Wurstologie sind ja nun reifer und geruhsamer geworden, aber es gibt immer wieder Neues, das ich verzipfele.
Vorgestern bekam ich einen mysteriösen Anruf. Eine Frau wollte vorbeikommen, sie machte kryptische Bemerkungen, dass sie mir was bringen will und ich soll mich doch schon mal freuen *???*
Sie erwähnte Wurstologie bzw. “krasse Wurstologie” , sonst nichts mehr.
Mann, waren wir am Grübeln…Ich mache die Wurstologie nun über ein Jahr und sie hat etwa 1200 Pageviews täglich, aber krasse Wurstologie… *grübel*
Es wurde 13 Uhr, die Tür rappelte und eine Frau stand fröhlich strahlend vorm Haus. Drinnen zog sie aus einer Baumwolltasche grinsend einen kleinen Bund Hölzchen, so wie kurze Schaschlikspießchen…
Ein weniger bekannter Familienzweig der Würste sind die Lammwürste. Normalerweise haben Würste ja eher Schwein in der Genetik, machmal auch Rind oder sogar Kartoffeln, aber hier im Norden, bei den vielen Deichen, wohnt die Deichlammwurst.
Die Schafe sind einerseits wichtig für den Deicherhalt, fressen sie doch das Gras kurz, düngen es kräftig und trampeln den Boden fest. Andrerseits sind sie wichtig für den örtlichen Lammwursterhalt, denn diese glücklichen Lämmer sind die Grundlage für einige ganz ausgezeichnete Lammwürste.
Das wirst du mir wohl nicht so einfach abnehmen, was du da grade gelesen hast, besonders wenn du vielleicht aus München oder Bayern kommst. Aber auch wenn du aus dem Norden bist, wird dich das für dich eher nach Aprilscherz klingen. Ist es aber nicht. Ich bin ganz ernst.
Nach einem tiefen Schmökern in den dicken Annalen der Familie Weißwurst kann ich behaupten, dass die nördliche Weißwurst sogar älter ist, als die weltbekannte dralle Münchnerin.
Die Wurstologie ist ja eine fußballfreie Zone, aber die WM-Stimmung, die so in der Luft liegt, hat Metti und Co doch etwas angesteckt: Schon seit geraumer Zeit kicken sie alle hier verfügbaren losen Gegenstände in die Gegend und möchten nun, mangels Füßen, die Wurstmeisterschaften im Zipfelball veranstalten.
Wie du weißt, habe ich ja den Innovationspreis 2010 “Wurst hat Zukunft” gewonnen.
Dieses Jahr vergab die Jury auch noch einen Sonderpreis, der ging an Fleischermeister Gunther Hornung aus dem schönen Odenwald. Seine geniale Idee: Die Verbrezelung der Wurst…
Endlich ist es einigermaßen Fastsommer (wenigstens hier im Norden) und ich zeige dir eine Wurst, die meist zu Weihnachten gekocht wird… aber immer mehr Gourmets mögen sie auch zu anderen Zeiten.
Ich bin aber wieder auf diese Wurst gestoßen und finde sie einfach interessant. Eine Wurst mit eingebauter Soße…
Heute möchte ich dich mal nicht in ein würstliches, fernes Land entführen, sondern in eine ferne Zeit, die Renaissance. Würste gibt es ja seit wer-weiss-wie-lange (ja, wie lange eigentlich?) und nun möchte ich dir einen entfernten Vorfahren von Mina und Co vorstellen, das “zerwúlawirstlach” oder “Zervelatwürstlein”…
Es war einmal ein Knackwursterich, die hatte eine wunderschöne Tochterwurst, auf die er sehr stolz war.
Er war ein wahrer Angeber und konnte maßlos übertreiben, wenn er in Fahrt kam. Als eines Tages eine hohe Beamtenwurst des Wurstkönigs im Dorfkrug übernachtete, unterhielten sich beide Würste bei einem Krug Wein.
Der Wein wurde weniger und die Stimmung stieg, da fing der Knackwursterich wieder einmal zu übertreiben, dass sich die Balken bogen. Er schmiss sich theatralisch in Pose und sagte stolz zur Beamtenwurst: “Meine Tochter… kann… Senf zu Gold rühren!” *hicks* Wenn dies die königliche Beamtenwurst nicht beeindruckte…
Heute gibt es mal wieder etwas in eigener Wurst.
Als fleißiger Wurstologe wirst du ja sicher von meinem Projekt der Wurststraßen wissen. Mit dem Wurststraßen-Idee Konzept ich nun den Innovationspreis 2010 “Wurst hat Zukunft!” gewonnen…












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