Die Currywurst ist für viele mehr als ein schneller Imbiss. Ich bin ja nun in Berlin gleich um die Ecke von einer der damals schon und auch heute noch “angesagten” Currybuden, Krasselt’s, aufgewachsen und sehe das Thema mit persönlichem Interesse. ![]()
Für mich als Kind war das Ausschlaggebende für eine gute Currywurst hauptsächlich der richtige Ketchup und ich war mir gar nicht so der würstlichen Unterschiede bewusst. Erst jetzt in meinen wurstologischen Forschungen las ich Genaueres von der Geschichte der Wurst und der Erfindung, die noch gar nicht sooo lange her war, als ich als Kleene die erste Curry verspeiste.
Mit Interesse finde ich nun viele Rezepte zum zuhause selber machen, teils sogar recht exotische, die die Currywurst weit aus ihrem Eckchen der schnell-mal-beim-Einkaufen-zwischendurch-gegessenen Wurst heraushebt.
Aber warum ist die Currywurst so populär? ![]()
Ist es der Ketchup oben drauf?
Ich glaube in gewisser Weise ja. Irgendwie sind viele von uns noch ab und zu in der Phase, in der jedes Kind wohl mal ist, begeistert auf alles Essbare möglichst viel Ketchup zu kleckern, Vanilleeis und Schokoladenpudding mal ausgenommen. Bei der Currywurst können wir ganz offiziell dieser Phase frönen, mehr noch: Sie lädt dazu ein, denn eine Curry ist ohne Ketchup keine Curry, oder?
Aber auch die Wurst unter dem Ketchup ist wichtig, klar. Eine gebratene Wiener mit nur Ketchup ist fern von einer Curry. Eine schlechte Fälschung, gerade geeignet um einen Süchtigen vor den größten Entzugserscheinungen zu bewahren. Es gibt die Curry “mit Darm” und “ohne Darm”, was ich früher immer als sehr obskure Unterscheidungsmerkmale empfand.
Für mich war das immer der Unterschied zu einer “Bratwurst mit Curry und Ketchup” und einer echten Currywurst… ich bitte diejenigen, die anderer Meinung sind, zu bedenken, dass ich in dieser Meinung von unzähligen Krasselt-Würsten beeinflusst worden bin. ![]()
Ich erfuhr erst während meiner wurstologischen Forschungen, dass es nur in Berlin Currywürste ohne Darm gibt, das erstaunte mich. Die anderen Currywürste haben wohl alle unterschiedliche Genetik, sind aber wohl allgemein “normale” Bratwürste, vielleicht noch etwas anders gewürzt, denke ich mal.
Warum ist die Currywurst denn aber nun so populär?? Ist es die Mischung aus heiß, würzig und schnell?
Ist es, weil sie eben durch den Ketchup mehr eine richtige Mahlzeit mit Soße ist als nur eine Wurst mit Brot oder Pommes?
Es gibt unzählige Buden, von denen einige echten Kultcharakter genießen und andere austauschbarer Durchschnitt sind. Warum?
Liegt es am Rezept?
Eine gute Curry braucht ein Rezept: die richtige Wurst, ein spezieller Ketchup, der manchmal eher eine Soße ist und wie viel der ganzen Pülverchen, vom Currypulver bis zum Chili draufkommt, kommt Worcestersoße dazu?
Das ist in meinen Augen der Faktor für die Kultbuden, zusammen natürlich mit der richtigen Qualität. Frisches Fett (kein alter Jahrgang!) zum Braten, die richtigen Würste in guter Qualität und nicht irgend einen Ketchup, sondern den “richtigen” dazu.
Liegt es an der generellen Erhältlichkeit? Wohl eher nicht, denn es gibt sie ja wohl überall, weil sie so beliebt ist und viele wandern zur Bude ihrer Träume eine ganze Strecke.
Wenn ich so überlege, warum die Currywurst Kult für viele ist, überlege ich mal wie’s bei mir ist.
Ich mag einige Currywürste sehr, andere gar nicht… Für Krasselt werde ich, wenn ich mal wieder in Berlin bin, garantiert einen Abstecher machen, jawoll.
Warum?
Wegen des Ketchups, der immer auf diesen eigenartig schrumpelnden Würstchen ist (das Schrumplige muss so sein, die schrumpelige Oberfläche kann mehr Ketchup in den Falten halten als eine pralle! sag ich jedenfalls aus Erfahrung) die Würste sind schon eine wichtige Zutat für mich, aber irgendwie der beste Grund, diesen leckeren Ketchup zu “verschlabbern”, ordentlich mit den leckeren Brötchen nachgeholfen.
Was ist für dich das Wichtige bei einer Currywurst??

Aufgeschnappt
Die Rackerchen

Die Wurstakademie
Pommeswelt
Essen kommen!
Das Thüringer Bratwurstmuseum
Der Wurstblog