Familienportrait: Die Wurstfamilie

Der Wurstclan ist ja weit verzweigt, aber wer nun zu welchem Zweig gehört, ist manchmal gar nicht so klar. Sicherlich ist das Wichtigste, wie die Wurst schmeckt und was drin ist, aber interessant finde ich es doch schon, so einige Verwandtschaften aufzudecken.

Im Wurstclan sind die Großfamilien der Rohwürste, Brühwürste, Kochwürste und der Familienverein der Rauchwürste. Es gibt auch Würste, die in mehreren Familien zuhause sind und andere, die außergewöhnliche Zutaten in ihren Genen haben. Deswegen einen kurzen Überblick über den Wurstclan und einige der weitläufigen Verwandten.

Die Familie der Rohwürste werden aus rohem Fleisch hergestellt und anschließend entweder frisch gegessen, luftgetrocknet oder geräuchert.

Bekannte Familienmitglieder sind die Salami, die es in luftgetrocknet und geräuchert gibt, die geräucherte Zervelatwurst und Streichwürste wie die Teewurst und die Mettwurst, die manchmal auch fest genug zum Schneiden ist. Ein spanisches Familienmitglied ist die Chorizo.

Faustregel für die Altersangabe von diesen Würsten ist: Je härter, desto älter ist Herr oder Frau Wurst. Zu den frisch gegessenen Würsten gehören die rohe Mett-oder Zwiebelwurst und einige Bratwürste, die aber gerne vor dem Verspeisen einige Minuten in der Pfanne verbringen möchten.

Die Familie der Brühwürste wird aus rohem Fleisch hergestellt, wobei die rohe Füllung in den Darm gegeben wird und dann gebrüht, das heisst, in heißem Wasser gegart. Einige dieser Familienmitglieder bestehen davor noch auf einem Heißräuchern.

Manche dieser Würste haben fein zerkleinertes Brät, wie die Lyoner, Fleischwurst, Frankfurter/Wiener, Mortadella und Weißwurst. Andere haben größere Fleischstücke in ihrer Genetik, das sind Bierschinken, Jagdwurst, und einige Bratwürste wie die Thüringer und die Nürnberger. Zu dieser Familie gehört auch die darmlose Currywurst.
Metti sagt

“Ein entfernter Verwandter der Brühwurst ist Onkel Leberkäse, der gerne in eckigen Gefäßen im Ofen eine heiße Zeit verbringt.”

Der Familienzweig der Kochwürste wieder hat eine andere Entstehungsgeschichte. In diese Würste wandert vorwiegend schon Gekochtes, nur einige Zutaten wie Blut oder Leber wandern roh in die Pelle. Nach dem Füllen freuen sich einige dieser Würste über eine Freizeit in der Räucherkammer und dann werden alle noch einmal in heißem Wasser fertig gegart.

Diese Familie besteht aus Leberwurst, Blutwurst, den schottischen Haggis und anderen Grützwürsten, Saumagen und Preßsack

Metti sagt

“Die Kochwurstfamilie hat auch einige fernere Verwandte wie Tante Sülze, die sich auch oft in eine schicke Wurstpelle zwängt und sich dann gerne Sülzwurst nennt, ansonsten sich aber auch in Töpfen und Schüsseln wohl fühlt und Cousin Corned Beef, der allgemein in eckigen Dosen wohnt, aber auch eine Wurstpelle ab und an nicht scheut.”

Die Rauchwürste sind ein Verein der Rauchliebhaber, der sich durch alle Familienzweige verbreitet hat.

Diese Würste lieben die Geselligkeit in rauchigen Kammern und Kaminen, in denen sie sich einen aromatischen, braunen Teint holen. Nebenbei wissen sie auch, dass der Rauch ihre Lebenserwartung erhöht. Ganz nebenbei können sie oft noch diverse Schinken, Specksorten und andere Räucherwaren kennenlernen.

Zu diesem Verein gehören einige Salami, Frankfurter bzw. Wiener, viele Mettwürste, die Teewurst, Zervelatwurst und wie sie alle heißen.


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