Lorne Sausage

Der natürliche Lebensraum der Lorne Sausage ist Schottland.
Oft findet man sie in einem Brötchen, wo sie sich nach einem Aufenthalt in Pfanne, Grill oder Fritteuse ausruht. Diese sonderbare Wurst ist genau genommen ein Block, dessen rechteckige Scheiben auf den ersten Blick für Otto Normalwurst schwer als Wurst zu erkennen sind.

Lorne Sausage erscheint in Scheiben meist zum Frühstück, als Snack mit Ketchup oder brauner Soße oder aber als Mittagessen.

Wenn man eine Scheibe der fetten Lorne Sausage in die Pfanne haut, lernt man ihren Charakter kennen: Eigenwillig wölbt sie sich in der Mitte hoch und in der Familie meines Mannes wurden sie als “Cowboyhüte” serviert.

Lorne Sausage ist fernab von gesundem Essen, aber sie hat viele glühende Verehrer in Schottland und fernen Ecken der Welt, sie hat sogar eine Fanecke im japanischen Facebook

Für ein eher ungesundes (wahrscheinlich untertreibe ich jetzt ) Arme-Leute-Essen-Essen ist es erstaunlich, dass es jetzt ganz neu Bestrebungen gibt, sie unter nationalen Schutz zu stellen. Dann steht sie wie Parmesan und Parmaschinken unter Namensschutz.

Nach einigen Legenden geht der Name auf den schottischen Comedian Tommy Lorne zurück, der gerne Wurst aß und einer seiner berühmten Sprüche war: “sausages are the boys”.

Die recht würzige Lorne Sausage hat mindestens 20% Fett in den Genen und nicht zuletzt Rind- und/oder Schweinefleisch, die von einer Handvoll Atome Koriander, Pfeffer und Muskat umwabert werden. Nun kommt noch die gleiche Menge Zwiebackkrümel oder manchmal auch Semmelbrösel dazu. Wer genauere Rezepte haben möchte, wendet sich bitte an mich.

Im Juni 2006 fand der Schauspieler Alex Norton, dass Lorne Sausage auch gefährlich sein kann: Im Flughafen von Glasgow dachte eine Kontrolle, dass der Kilo-Block in seinem Handgepäck garantiert der Sprengstoff Semtex war… und keine Lorne Sausage für seinen Freund in England…

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