Der natürliche Lebensraum der Spianata ist Italien. Heutzutage wird sie jedoch immer öfter auch in unseren nördlichen Kreisen angetroffen und erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit.
Die bekanntesten Arten sind die eher ruhige, gemütliche Spianata Romana und die feurige, temperamentvolle Spianata Calabrese. Alle Spianate sind Teil der großen Salamifamilie und ihr gemeinsames Merkmal ist der charakteristische eckige Querschnitt. Diese Blockform entsteht beim Zusammenpressen der weichen, gerade gefüllten Wurst.
Diese Dauerwürste sind im Familienzweig der Rohwürste angesiedelt und allgemein aus Schweinefleisch. Eine Spianata zieht einen luftigen Trockenort einer düsteren, qualmigen Räucherkammer vor. Bis jetzt sind mir in meinen wurstologischen Forschungen noch keine geräucherten Exemplare vor die Nase gekommen.
Die Spianata trägt oft ein dünnes Hemdchen aus weißlichem Edelschimmel, der die Wurst gut schützt. Das Innere der Spianata ist meist nur grob zerkleinert. in ihrem Bauch sind Gewürze wie Pfefferkörner, Knoblauch oder Fenchelsamen in einer Spianata zu finden und bei der feurigen Calabrese sind viele unter der kalabrischen Sonne gereiften Peperoncini mehr als eine Aromazutat.
Die Spianata mag neben ihrem Auftritt als Aufschnitt noch eine Einladung auf die Pizza, eine Beschäftigung als Suppeneinlage oder ein geselliges Treffen in diversen anderen Rezepten, wo besonders die Spianata Calabrese stets mit ihren Erzählungen von der kalabrischen Sonne einen feurigen Mittelpunkt bildet.
Das lebhafte und eher dominante Temperament der Spianata Calabrese kann vielen zarteren Gemütern und Zungen schon mal etwas zu viel werden
, deshalb ist Vorsicht beim ersten kennen lernen geboten.



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