Das klassische “Würstchen” kennt wohl jeder. Aber wie heisst es? Wiener? Klar, wie sonst?
Frag mal jemanden aus der österreichischen Hauptstadt, wie diese Würstchen heissen. “Frankfurter”, wird er ganz selbstverständlich antworten. (
und die anderen Österreicher?? Hmm, keine Ahnung!)
… und wieder andere nennen sie Hotdog-Würste oder sogar nur Hotdog. Das ist ja wie die würstilonische Sprachverwirrung… den Turm von Würstel kennt ihr??? ![]()
Die Geschichte des Frankfurter-Wiener-Hotdogs ist, wie viele Geschichten, etwas verknotet.
Und wie bei vielen Entstehungsgeschichten, gibt es mehrere, von denen eine wahrscheinlicher ist. Im Wurstologischen Archiv bin ich mal dem Aroma der echten Frankfurter-Wiener nachgegangen.
Also, die Frankfurter haben natürlich schon vor Jahrhunderten Würste gehabt und eine Art davon war eine Bratwurst, die wohl auch woanders Frankfurter genannt wurde, warum auch nicht, klingt einleuchtend. Die Urahnen von Mina, der Wiener, kamen also wahrscheinlich aus Frankfurt.
Die schon im Mittelalter vorkommenden Ur-Urgroßeltern von Mina waren aber, wie meine wurstologischen Forschungen ergaben, Bratwürste und keine Brühwürste.
Um Achzehnhundertwürstel herum gab es in Frankfurt einen Metzger, der nach Wien auswanderte.
In seinem Reisegepäck befand sich ein Wurstrezept. Als er sich dort niederließ, änderte er das Rezept, er mischte Rindfleisch ins Wurstbrät, das in Frankfurt illegal war… denn die Metzger waren dort ordentlich nach Tierarten getrennt.
Und er brauchte einen Namen für seine neue Wurst. Da schon immer etwas mit exotischem Touch interessanter war als ganz einheimisches, nannte er das Würstchen nach der Stadt, in der er das Metzgerhandwerk gelernt hatte. Richtig, Frankfurter. Von Wien aus nahm die Frankfurter dann einen Anlauf um die Welt zu erobern… und sie wurde wieder nach dem Ort genannt, von dem sie kam.![]()
Übrigens gibt es in Wien einen kleinen Familienzweig der Würstel, die Sacherwürstel. Die werden im gleichnamigen 5-Sterne-Hotel, nein, nicht zusammen mit der berühmten Torte, sondern mit Kren (Meerrettich) und Brötchen serviert.
Meine wurstologischen Forschungen konnten allerdings nicht eindeutig beweisen, dass die ersten “Frankfurter” in Wien schon gebrühte Würstchen waren oder ob sie noch gebraten wurden. Irgendwann in dieser Zeit muss sich aber ergeben haben, dass die Würstchen lieber im heißen Wasser badeten als im heißen Fett.
(Ausserdem behaupten einige Zungen, das die Wiener nach einem deutschen Metzger namens “Wiener” benannt wurden, aber wenn ich das laut erwähne, fällt mir Mina vor Lachen vom Brötchen…
)
Hmmm. Ich glaube, vielleicht weiß Mina ja etwas mehr über alles, schließlich ist sie eine Wiener.
” Ja, ich heisse Wiener, weil ich nicht aus Wien bin”.
Hmmm. Kannst du das bitte etwas genauer erklären, liebe Mina?
“Wenn ich aus Wien wäre, hieße ich Frankfurter. Wenn du in Wien ein Paar Wiener bestellst, bekommst du zwei Schnitzel. *kicher*”
Aha. Alles klar, liebe Mina.
“Frankfurter Würstchen” in Deutschland müssen übrigens in Frankfurt (am Main) geboren sein.
Ich will jetzt mal nicht zu tief in diese würstlich verknotete Namensverwirrung werfen, sondern noch kurz auf den Hotdog eingehen.
Lange war mir der Begriff “Wursthund” für Dackel geläufig und es wurde mir schon als Kind erzählt, das davon der Name Hotdog wohl käme. Aber wie es so oft ist, war es anders.
Einen deutschstammigen Metzger mit Dackel in den USA erinnerte diese neue Wurst ihn mit ihrer typischen Form an den gekrümmten Rücken seines Dackels… In den USA wurde wohl diese Wurst auch ins Brötchen gepackt und der Name der Wurst wurde auch gleich auf die Wurst im Brötchen übertragen. Es wurde sogar der schöne Name “Dackelwurst” verwendet, bevor “Hotdog” populär wurde.
Da wird doch der heiße Hund in der Pfanne verrückt!… Mina, warum kicherst du so??



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