Bratwürste sind ein wundebares Medium für kreative Anfälle.
Das sie beim Braten unvorhersehbar wild aufplatzen können, werden sie oft eingeschnitten. Die meisten machen nette, parallele schräge Schnitte. Wer aber wie ich vom Kreativhafer gestochen wurde, dem ist das zu langweilig. Wie wäre es denn mal mit gezackten Drachenwürsten oder einer Ziehharmonikawurst?
So gehts!
Brühwürste eignen sich viel besser als rohe Bratwürste, da die Schnitte sauberer gehen, aber auch rohe Bratwürste können so aufgepeppt werden. Frittiert ergeben einige Würstchen bessere Formen als in der Pfanne, da sie sich freier dehnen können.
Neben den Würsten braucht ihr nur ein scharfes, kleines Messer. Ach ja, dort wo aufgeschnitten ist, wird sich die Wurst ausdehnen.
Auf dem Bild oben sind Schemen zum Würste einschneiden zu sehen:
1: Drachenwurst: Einseitig tief einschneiden bei kleinen Würsten wie den Nürnberger Bratwürstchen, dicke wie die Thüringer können auch beidseitig dick eingeschnitten werden. Beim Braten entstehen dann Zacken wie auf einem Drachenrücken.
2: Ziehharmonikawurst: Je dicker die Wurst ist, desto deutlicher werden die Ziehharmonikafalten. Zuerst eine Seite bis etwa zur Hälfte in größeren Abständen einschneiden, dann umdrehen und auf der anderen Seite in den Zwischenräumen so einschneiden, dass sich die Schnitte wie auf der Zeichnung überlappen. Aufpassen, daß die Wurst nicht zerschnitten wird!
3: Drachenwurst plus: Diese Wurst wird wie die Drachenwurst eingeschnitten und an einigen Stellen noch seitlich eingeschnitten, so dass sich die Wurst noch ein bisschen wilder verformt.
4. Doppelte Drachenwurst: sie wird so mit Zickzackschnitten bearbeitet, dass die Spitzen aufeinander treffen, aber nur fast.
Das ergibt doppelte Drachenrücken… lecker.
5: Rippenwurst: Durch das parallele Einschneiden auf beiden Seiten mit einem Längsschnitt in der Mitte ergibt sich beim Braten eine gerippte Wurst. Feinripp mal anders *gg*
Durch das Einschneiden vergrößert sich auch die Oberfläche und es entstehen mehr Röststoffe, die Wurst schmeckt also auch besser als nur wild aufgeplatzte.
Die wurstologischen Ergebnisse
Auf dem Foto: Ziehharmonikawurst ganz links, unten rechts zwei Drachenwürste, oben rechts eine Drachenwurst plus ganz unten eine schlecht zu erkennenede Doppelte Drachenwurst. In der Mitte noch eine Rippenwursrt. Drum herum noch einige Freiform-Würste.
Leider ist das Foto nicht zu gut, da ich die Würste nur schnell knipsen konnte. Sekunden später waren sie auch schon verschwunden…



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